07.03.2017

„Krater im Panzerbeton“: UTH expandiert im Münsterfeld in Fulda

Seit Dienstagvormittag rollen wieder schwere Kettenfahrzeuge über das ehemalige US-Panzerwartungsgelände. Die UTH GmbH feierte den Spatenstich für den Bau einer weiteren Produktionshalle auf dem Betriebsgelände im Münsterfeld in Fulda. Der Neubau ist der erste Schritt für eine erneute Erweiterung des Maschinenbauunternehmens und die Verankerung zum Produktionsstandort Fulda.

Es wurde schon seit längerem eng in den Produktionshallen der Firma UTH. Der Hersteller für Spezialmaschinen zur Feinfiltration von Kautschuk erfreut sich dank seiner innovativen Technologien einer guten Auftragslage. „Der Bedarf an unseren Extrusions- und Feinstrainerlösungen für die Kautschukindustrie ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Außerdem stellen viele Neuentwicklung erhöhte Anforderungen hinsichtlich Größe und Gewicht. So bringt uns unsere neuentwickelte TRP-Anlage (Two-Roll-Plasticizer) zur Aufbereitung von Rückläufermischungen mit 40 Tonnen Maschinengewicht derzeit an unsere Kapazitätsgrenzen.“ erläutert Geschäftsführer Peter J. Uth. Die Produktionsfläche wird durch die neue Halle auf die doppelte Größe erweitert und nach neuesten Standards für eine flexible und gleichzeitige Maschinenmontage effizient ausgelegt. Ausgestattet mit Fußbodenheizung, neuester LED Lichttechnik und einer großen Lichtkuppel. Außerdem können Stücklasten bis zu 25 Tonnen bewegt werden.

Die Bauarbeiten auf dem ehemaligen US-Gelände werden die nächsten fünf Monate andauern und voraussichtlich im Juli 2017 fertiggestellt sein. Beim Spatenstich am Dienstagvormittag sprach sich Geschäftsführer Peter J. Uth trotz der internationalen Ausrichtung des Unternehmens mit 80% Exportanteil, sowie Niederlassungen in China und Indien für den Produktionsstandort Fulda aus: „Wir wollen Qualitätsmaschinen „made in Fulda“ weiterhin hier produzieren und weltweit vertreiben. Im Fokus stehen die Forschung und Entwicklung unserer innovativen Produkte, um unsere Stellung auf dem Weltmarkt weiter auszubauen“. Die gute wirtschaftliche Lage des Unternehmens erfordere außerdem stetig die Einstellung weiterer Fachkräfte. Weiterhin ist der Ausbau der Büro- und Sozialräume geplant. Zusätzliche Kapazitäten seien nötig, um der gestiegen Mitarbeiterzahl gerecht zu werden, so Uth.